Über unseren Bund

Unser Bund

Der Stamm Calapallo ist Mitglied im Pfadfinderbund Horizonte e.V. näheres unter: www.pbhorizonte.de.
Pfadfinderbund Horizonte vormals Pfadfinderbund Südlegion - ist ein konfessionell wie auch politisch unabhängiger Bund aus  Baden-Württemberg mit Stämmen in Karlsruhe, Calw, Steinenbronn/Waldenbuch und Ravensburg.
Alle zwei Jahre trifft sich unser Bund im jährlichen Wechsel mit den Sommergroßfahrten der Stämme zu einem zweiwöchigen Sommerlager. Auf dem Sommerlager sind vom Wölfling bis zum Bundesführer alle versammelt. Indem wir zwei intensive Wochen zusammen auf einem Platz erleben unterbrochen von einem Hajk der Sippen spüren wir, was es heißt, ein gemeinsamer Bund zu sein und nicht nur die Summe der Stämme. Hier entstehen Gemeinschaft und Freundschaft, die den Bund über die Stammesgrenzen hinweg zusammenhalten, es entwickeln sich Ideen, Identität, Visionen und Pläne für die Zukunft, die Gemeinsamkeiten der Stämme haben Vorrang vor ihren Unterschieden. So sind die Bundessommerlager in unserem Bund ein wichtiger Bestandteil neben den Auslandsgroßfahrten der Stämme.

Mitglied im DPV: Seit 1984 ist der Pfadfinderbund Horizonte Mitglied im Deutschen Pfadfinderverband (DPV) (mehr unter: www.dpvonline.de).
Der DPV ist Dachverband einer großen Zahl verschiedener kleinerer und größerer Pfadfinderbünde in Deutschland. Neben den drei offiziellen Pfadfinderbünden im Weltpfadfinderverband repräsentiert der DPV so eine bunte Vielfalt im deutschen Pfadfindergeschehen.

Ein Bund in Bewegung

Eine kleine Zusammenfassung der Entwicklung unseres Bundes

Unser Bund wurde als "Pfadfinderbund Südlegion" (PBSL) im Jahre 1968 als technisch orientierter Pfadfinderbund während einer Skandinavienfahrt gegründet. Ziel der Gründer war es, einen Bund zu schaffen, der nicht bündisch war, der sich von den anderen Bünden darin unterschied, dass viel Wert auf technische und handwerkliche Fähigkeiten gelegt wurde und sich am angelsächsischen Pfadfindertum orientierte. Spezialkurse wie Kfz-Technik, Fotografie, Funk- und Fernmeldetechnik, Elektrizität, Pionier und Erste Hilfe und ihre Spezialabzeichen waren ein wichtiger Bestandteil des Bundeslebens. Der Bund war straff organisiert, Schulterklappen, Führerkordeln, Spezial- und Ehrenabzeichen waren der Traum jedes Wölflings. Statt in Stämme war der Bund in Trupps mit Truppnummern untergliedert. Jungen- und Mädchentrupps waren getrennt, die Probenarbeit war sehr ausgeprägt. So gab es für Mädchen andere Bundesabzeichen als für Jungen, für Jungpfadfinder andere als für Rover etc. Noch heute hat jede Stufe ein eigenes Halstuch. Bekannt wurde unser Bund wohl vor allem durch unseren "Fuhrpark", jene ockergelben Gerätewagen, die auf keinem Lager fehlen durften und Funkgeräte, Feldtelefone, Motorsägen und jede Menge technisches Werkzeug beinhalteten. So gehörten auch große Lagerbauten zu unserer Spezialität, Plateaukohten, Lagertürme und -tore, Fahnenmasten und Jurtenburgen. Dass wir regelmäßig beim Jamboree on the air dabei waren, versteht sich da von selbst. Den Lagertrompeter, der zum Wecken, Sammeln, Essen und den Zapfenstreich spielt, haben wir bis heute.

1984 wurde der PBSL in den DPV aufgenommen. Die dort geknüpften Kontakte und gemeinsamen Lager gingen nicht so ohne weiteres an ihm vorbei. Singen wurde wichtiger Bestandteil und mit der Bundesgroßfahrt ITALIA90 bekam die Großfahrt ihren Platz neben den Standlagern. Die Bundesführung wechselte, ein einheitliches Bundesabzeichen wurde eingeführt, das Pfadfindergesetz und unser Pfadfinderhandbuch wurden überarbeitet, ebenso die gesamte Probenarbeit. Unsere Bundeszeitung wurde von "Patrouille" in "Pfaz" (PfadfinderZeitung) umbenannt. Eine der wichtigsten Änderungen war mit Sicherheit die Einführung des Stammessystems anstelle des Truppsystems nach einem Probelauf in Ravensburg/Weingarten. Mit der alten Bundesführung verschwanden auch die ockergelben Gerätewagen und die Spezialkurse traten in den Hintergrund, Alexzelte wurden von Kohten verdrängt. Durch bündische Einflüsse verlor der PBSL viel von seinem militärischen Charakter. In diese Epoche fallen neben vielen Auslandsgroßfahrten (Schweden, Ägypten, Ungarn, Frankreich) auch mehrere Zirkusgroßfahrten in die Schweiz. Viele Impulse für die Zukunft gab auch die Stammesführungsschulung "Horizonte". Der jüngste Schritt in der Entwicklung unseres Bundes ist auch nach außen hin eine starke Veränderung: Wir änderten unseren Bundesnamen von Pfadfinderbund Südlegion in Pfadfinderbund Horizonte. Die Gründe dafür waren vielfältig. Zum einen störte uns die ständige Verwechslung mit dem Pfadfinderbund, der ja leider in die Schlagzeilen geraten war. Zum anderen hatte der Namensteil "Südlegion" für Außenstehende immer schon einen militärischen Charakter. Da wir nicht immer die Möglichkeit hatten, die Herkunft dieses Namens aus einer bündischen Widerstandsgruppe im Dritten Reich zu erklären, konnten wir das Vorurteil des Militärischen leider nicht immer ganz ausräumen. Schließlich hatten wir aber zu dieser Widerstandsgruppe nie einen richtigen Bezug und unsere Gründer hatten den Namen lediglich wegen eines Liederbuches (den Liedern der Südlegion) gewählt. Die heutige Führungsschicht entschloss sich somit, diesen schon oft diskutierten Schritt zu gehen. Mit dem neuen Namen verbinden wir den Blick nach vorne, Vielfalt und Offenheit für Neues. Ein neues Bundesabzeichen folgte. Schon lange hatten wir jedes Jahr einen Sippenwettstreit, zu dem auch ein Singeposten gehörte. Aus diesem entwickelte sich nach und nach ein Singewettstreit, der immer wichtiger wurde. So bekam Singen eine weitere Qualität und es trauten sich in den letzten Jahren immer wieder Gruppen unseres Bundes zum Hamburger Singewettstreit, (www.hamburger-singewettstreit.de) wo sie die Herzen vieler Zuhörer eroberten mit Liedern wie "Wochenendticket", "Brot und Rosen" oder "You can get it if you really want".

Beschreibung unseres Bundes zum Thema "Pfadfinder und Bewegung" anlässlich der Sippenführeraktion "tripleX" des Deutschen Pfadfinderverbandes DPV. (von Basti, Stamm Calapallo)